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Die Weinbergsarbeit
Weinbergsarbeit, die Summe der Maßnahmen und Tätigkeiten im Weinberg. Sie umfasst seinen gesamten Lebenszyklus von der Anlage bis zum Roden und insbesondere die jährlich wiederkehrenden Arbeitsschritte des Winzers.

Pflanzen
Die Vorbereitungen zum Bepflanzen eines Weinberges beginnen mit der Wahl der geeigneten Weinbergslage, der Rebsorte mitsamt ihrer Unterlage sowie der adäquaten Erziehungsform und Stockdichte. Beim Tiefenlockern wird der Boden bis in eine Tiefe von 50 cm gelockert. Bei Bedarf wird auch eine Vorratsdüngung eingebracht, wobei Art und Menge des Düngemittels durch eine Bodenuntersuchung bestimmt wird. Nach dem Pflanzen der Reben, das in Mitteleuropa im April oder Mai erfolgt, entwickeln sich aus den Knospen des Setzlings junge Treibe, die im Rahmen der Jungfeldpflege bis auf einen ausgebrochen werden, um dessen Längenwachstum zu fördern und spätere Eingriffe beim Rebschnitt so geringfügig wie möglich zu halten. Der rasch wachsende Rebtrieb wird kontinuierlich am Pflanzstäbchen festgeheftet und kann im Jahr des Auspflanzens bereits eine Länge von 1,50 m erreichen. Spätestens im dritten Standjahr der Reben kann das Fruchtholz angeschnitten werden, und die eigentliche Ertragsphase des Weinbergs beginnt.
jährliche Maßnahmen
| Der Zyklus der jährlichen Maßnahmen besteht aus Stockpflegearbeiten, Bodenpflegearbeiten und Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Stockpflege beginnt in der vegetationslosen Zeit mit dem Rebschnitt. Das dabei anfallende Rebholz wird im Weinberg belassen und klein gehäckselt. Es bildet einen wichtigen Bestandteil der Humusversorgung und sollte nicht verbrannt oder entsorgt werden. Anschließend werden die Fruchtruten in den Drahtrahmen gegertet und damit die Position und Dichte der Laubwand festgelegt. Nach dem Austrieb werden Knospen, die sich im Bereich des Stamms, am Boden oder im Kopfbereich |
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entwickeln, möglichst rasch ausgebrochen, damit dadurch keine größeren Wunden entstehen. Dasselbe gilt für Doppeltriebe im Bereich der Fruchtruhte.
Durch diese Präventivmaßnahmen im Hinblick auf die Gesundheit des Rebstocks wird eine Übermäßige Verdichtung der Laubwand verhindert. Auch das gleichmäßige Einheften der Triebe in den Drahtrahmen, das zwei Mal im Jahr erfolgt, dient der Optimierung der Laubwand. Es begünstigt die Assimilation, d.h. die Bildung des Zuckers, und die Durchlässigkeit für Luft und Licht. Diese Maßnahme wirkt ebenfalls im Sinne vorbeugenden Rebschutzes.
Da sich die Triebe sehr rasch entwickeln, bringt die Zeit der Laubarbeit den höchsten Arbeitsaufwand mit sich. |
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Wenn die Triebe ihre höchste Position im Drahtrahmen erreicht haben, beginnen die Vorbereitungen für den Laubschnitt. Die Sommertriebe werden bis zu 20cm über dem obersten Rankdraht abgeschnitten. Die geschieht um die Entwicklung der Trauben zu fördern und einer Laubglockenbildung über der Rebzeile vorzubeugen.
Nach dem Beginn der Reife stehen Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Trauben bzw. zur Ertragssteuerung im Vordergrund der Stockpflegearbeiten. Sanftes Entblättern der Traubenzone dient der Verhinderung zu frühen Botrytisbefalls. Botrytis kann im Verlauf der gesamten Vegetation auftreten und befällt v.a. die Beeren. Beim Befall unreifer Beeren entsteht die so genannte Sauerfäule. Dies gilt es zu verhindern. Werden dagegen reife Weißweinbeeren vom Botrytispilz gefallen, entsteht die sogenannte Edelfäule. Dazu müssen einerseits das Wachstum des Pilzes durch feuchte Luft, andererseits des Verdunsten des Wassers aus den Beeren gefördert werden.
Durch das Verdunsten der Feuchtigkeit werden alle Inhaltstoffe konzentriert und es entstehen Weine, welche sich oft durch Ihre Edelsüße und ihren exotischen Duft auszeichnen.
Mit dem Ausdünnen (Trauben zu 1/3 bis max. 2/3 frühzeitig wegschneiden) kann die angestrebte Erntemenge besser festgelegt und damit die Traubenqualität positiv beeinflusst werden.
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Bodenpflege und Pflanzenschutz
| Neben den Stockpflegearbeiten erfordert auch die Bodenpflege termin- und sachgerechtes Arbeiten. Durch Eingriffe in das Bodengefüge, sei es durch Mulchen der Begrünung – dabei wird der Boden mit der abgemähten Grünmasse bedeckt – oder durch klassische Bodenbearbeitungs-maßnahmen wie das Auflockern und nicht zuletzt durch adäquates Düngen, |
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wird die Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit der Rebe entscheidend beeinflusst.
Dadurch werden Stresssituationen vermieden bzw. bekämpft.
Die Bodenpflege muss als dynamisches System gesehen werden. Sie schafft die Grundlagen für die Ernährung der Rebe sowie für Qualität und Standorttypizität der Weine.
Während der Hauptwachstumsphase der Rebe spielt der Pflanzenschutz eine bedeutende Rolle. Je nach Witterungs- und Infektionsbedingungen sind Pflanzenschutzmaßnahmen in Abständen von 10-14 Tagen notwendig. Insbesondere Pilzkrankheiten erfordern höchste Aufmerksamkeit und vorbeugende
Maßnahmen. Auch tierische Schädlinge müssen im Auge behalten werden. Ständige Kontrollen stehen daher über den ganzen Sommer an erster Stelle im Aufgabenbereich eines Winzers.
Mit dem Beginn der Reife werden die Pflanzenschutzmaßnahmen eingestellt. Die Ernte bildet den Abschluss der Weinbergsarbeiten und den Beginn eines neuen Zyklus.
Die Beziehung zwischen Wildschweinen und roten Trauben
| So gut schmecken die reifen, roten Trauben, dass sich nicht nur der Wanderer und der Winzer an den Trauben erfrischt. Auch viele Tiere, vor allem Wildschweine, sind mittlerweile auf den Geschmack gekommen. Dabei erweisen sich die Tiere als wahre Feinschmecker: oft sieht man, dass sie nur an den Trauben geschnuppert haben, gegessen wurde noch nichts. Sie warten nämlich wie der Winzer auch auf die Vollreife der Trauben, unreife Trauben werden nicht angerührt. |
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Und die Tiere sind Rotweinfreunde: gerade die dicken, runden Dornfeldertrauben haben es Ihnen angetan. Ironie des Schweine-Schicksals - der fertige Rotwein passt hervorragend zum Wildschweinbraten.
 
*Wachhund und Erntehelfer bei der Weinlese
Wichtig ist vor allem ein moderater Ertrag unserer Weinberge. Hier werden die Rebstöcke nicht überlastet und wir kreieren dichte nachhaltige Weine mit Niveau

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